Völlig unkommentiert darf man den auf der Homepage der Interessengemeinschaft „Pro Weinjuwel“ zurzeit veröffentlichten Artikel, der, um die Brauneberger Juffer besorgten, BUND-Öko-Aktivistin nicht stehen lassen.

Das Verhalten von, um die Zukunft unseres Dorfes und deren Jugend, besorgten Bürgern als gezielte Entgleisung zu bezeichnen ist eine Unverschämtheit.

Sie schreibt:

Ein plakatiertes Dorf, das Menschen kennzeichnet und ausgrenzt, sendet ein fatales Signal und erinnert an politische Methoden, die wir längst überwunden glaubten“.

Es ist an Frechheit und antidemokratischem Verhalten nicht mehr zu überbieten. Diesen Vergleich lassen wir uns und die Bürger/innen von Maring-Noviand nicht gefallen. Die Gruppe „Pro Weinjuwel“ sollte sich überlegen, ob sie sich in Zukunft mit so politisch Denkenden, sowie deren Kommentaren und Äußerungen, weiterhin gemein machen und vertreten lassen will.

Mit Ihren an den Wohnhäusern von Privatpersonen angebrachten Plakaten zeigen unsere Mitbürger/innen, dass sie mit der Ignoranz der Gemeinderatsmehrheit gegenüber der Forderung, ihre aktuelle Meinung in einer Bürgerbefragung festzustellen, nicht mehr einverstanden sind.

Ich bezeichne dies als eine inzwischen schon mutige, freie Meinungsäußerung!

Das allerdings in die Nähe von Nazimethoden zu rücken beleidigt mindestens ¾ aller bei der Sitzung anwesenden Mitbürger/innen der Gemeinde Maring-Noviand.

Ich war bei der Sitzung des Gemeinderates anwesend und habe keinerlei Beleidigungen gehört.

Wenn ein Ortsbürgermeister mit, einer aus meiner Sicht, scheinheiligen Begründung die ansonsten übliche „Einwohnerfragestunde“ nicht einplant, lässt er den Bürgern keine andere Wahl als auf Ungereimtheiten und Lügen durch Zwischenrufe zu reagieren. Ansonsten hätte vieles in den Wortbeiträgen kritisch hinterfragt werden können.

Wer spontane Unmutsäußerungen, als Reaktion auf glatte Lügen des Ortsbürgermeisters Klaus Becker und Beleidigungen des Ratsmitglieds Markus Fries gegenüber dem anwesenden Vertreter des Wirtschaftsministeriums, so deutet, der weist damit nach, wie unsensibel er/sie gegenüber den verletzten Gefühlen seiner Mitmenschen ist.

Ein Ortsbürgermeister, der seinen Gemeinderat in Anwesenheit von Ministeriumsvertretern glatt belügt, der nicht willens ist eine aktuelle Meinung seiner Mitbürger in der Gemeinde abzufragen, weil sie ihn offenbar nur in der Verwirklichung seiner Ziele stört, darf sich nicht wundern, wenn sein Rücktritt gefordert wird.

Wer einmal lügt…..

Nicht wie von ihm auf Nachfrage behauptet, waren ihm 1-2 Nachfragen nach Gewerbegrundstücken bekannt, sondern durch Schriftverkehr und persönliche Zeugenaussagen von uns belegbar, wurden an ihn mindestens 10 Nachfragen gerichtet. Dabei sind 4 Nachfragen nach größeren industriemäßigen Projekten gar nicht erst mitgezählt.

So geht man nicht respektvoll mit den Ratsmitgliedern und auch nicht mit der Bevölkerung um!!!

Recht hat die Aktivistin mit der Behauptung, dass die Forderung nach Rücktritt keine spontane Unmutsäußerung war.

Nachdem uns entsprechende Ankündigungen bekannt waren, hatte dann auch der gesamte Verlauf der Sitzung verdeutlicht, dass alles, inklusive der sogenannten “demokratischen Abstimmung“, von vornerein ein abgekartetes und abgesprochenes Spiel war. Wir konnten uns insofern gut auf diesen Fall vorbereiten, und nur auf diesen Fall.

Das gleiche galt somit auch für die zwei Vertreter der Liste Becker. Sie erschienen mit bereits vorbereiteten Reden, die sie nur verlesen mussten. Dabei wurden die Entgleisungen des Herrn Fries gegenüber dem Vertreter des Wirtschaftsministeriums nicht einmal vom Sitzungsleiter gerügt.

Eine Situation zum Fremdschämen.

Zumindest den vollumfänglich informierten Vertretern der Liste Becker ging es meines Erachtens gar nicht um Aufklärung und eine anschließende Abwägung der Argumente, auch der aus Mainz angereisten Fachleute. Diese „Volksvertreter“ demonstrierten mit Ihrer Abstimmung lediglich die Angst vor der amtlichen Einwohnerbefragung, die erkennbar zu einem anderen, als von ihnen gewünschten Ergebnis führen würde.

Wir ordnen die bisherigen Brauneberger Beiträge zu unseren Ortsangelegenheiten genau so ein, wie sie es selbst schreibt:

Populistische Aussagen und Provokationen knüpfen oft an Gefühle an, die wir alle kennen: Frust, Sorge oder Wut.“

Wer jedoch glaubt, dass es sich bei unserer sachlich begründeten Rücktrittsforderung um eine Forderung handelt, die

 „…eine Grenze, die in einer demokratischen Gemeinschaft nicht überschritten werden darf“, berührt, verdeutlicht damit, dass er/sie immer noch nicht begriffen hat, worum es geht.

Es geht um nicht mehr, als um die Zukunft unseres Dorfes, die Zukunft unserer Jugend, die jetzt gestaltet werden kann und muss, will sie nicht in einem ewig gestrigen Erstarren die Zukunft verschlafen.

Wir brauchen für unsere richtigen Entscheidungen keine Brauneberger Kommentatorin.

Pro-Gewerbepark-MN

Johannes Bollig

Stellvertretender Vorsitzender